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Eigentlich liefert der Rückblick auf unseren letzten Spieltag der Saison nochmal ein schönes Gesamtbild auf die ganzen Aufs und Abs und Stolpersteine, die uns diese Saison immer mal wieder in die Quere gekommen sind und unser (vielleicht etwas zu wenig bescheidenes) Aufstiegsziel gegen Ende doch etwas gehemmt haben. Nach Pleiten, Pech und tatsächlichen Pannen lieferte der Einstieg in den finalen Spieltag eigentlich erstmal keine rosigen Aussichten. Nach einem Crash auf der Hinfahrt (zum Glück ohne Personenschaden) nach Ladenburg sah es zunächst schlecht für einen pünktlichen Spielbeginn aus. Nur die Hälfte von uns (und davon 3 Zuspieler - Luxusprobleme) war rechtzeitig vor Ort und leider kam von der Heimmannschaft auch nur wenig Verständnis und sportliches Entgegenkommen. Ein Spieltausch kam also nicht in Frage und damit musste das Spiel dann zwar pünktlich und vollzählig, aber nicht ganz so aufgewärmt wie sonst beginnen. Angestachelt von allen Widerständen, der Ungerechtigkeit und dem ganzen actiongeladenen Adrenalin hat der Ehrgeiz (und vielleicht auch ein bisschen die Rachegelüste) dann aber auch ganz schnell mal godzillagleiche Ausmaße erreicht! Entsprechend wurde der Gegner aus Ladenburg dann auch ganz sauber mit einem 3:0 eingestampft und, da man frisch Gelerntes ja auch gleich anwenden soll, gemäß den erworbenen streetskills aus der davor durchgeführten Übung beim Boxauto fahren einfach vom Platz gerammt. Alles Wichtige lernt man wohl doch auf der Straße. Ein gelungener Abschied aus der Saison also, der uns als Dritten von oben in der Tabelle platziert. Damit ist der Traum vom Aufstieg zwar nicht ganz in Erfüllung gegangen, ist aber für dieses Jahr mit dem ganzen Gestolpere, Hingefalle, Bändergereiße, Autogeramme, Schattengeboxe, Schmetterlingsgeflattere und Rollengetausche ein zufriedenstellendes Ergebnis mit Aussicht auf viel, viel mehr. Das Projekt Oberliga 2017/18 kann kommen!

Kennt ihr noch den Pummelschmetterling?

Er ist wieder da! In seiner ganzen Pracht - und noch viel dicker!

Kurz nach der Winterpause ging es also in das zweite Spiel der Rückrunde. Allerdings gleich mal mit personellen Ausfällen, da wir ab hier verletzungsbedingt auf Zuspiel-Julia und Diagonal-Nina verzichten mussten.

Trotz dessen klappte es gleich zu Anfang erstmal erstaunlich gut im ersten Spiel gegen den Heidelberger TV. Die 2:0-Führung war ziemlich schnell und souverän gesichert, alles saß das wo es sollte und der Spielverlauf sah eigentlich recht deutlich nach einem sauberen 3:0 aus.

Naja und dann kam der vermeintlich obligatorische Sinkflug. Satz 3 und 4 haben wir viel zu hübsch verpackt an die Gegner verschenkt, obwohl der 3. doch eigentlich schon uns gehörte, leiteten damit dann aber ein 5-Satz-Spiel ein. Man braucht ja auch ein bisschen Anspannung und Druck, damit das Ganze erst richtig Spaß macht (nicht). Im 5. Satz hatten wir dann aber auch schon wieder genug Nervenkitzel und brachten es deutlich würdevoller und viel mehr unserer eigentlichen Leistung entsprechend zu Ende. Nicht ganz elegant also, aber auf jeden Fall haben wir wieder die Kurve gekriegt und uns die 2 Punkte geholt.

 

Deutlich weniger schmerzhaft verlief das darauffolgende Spiel gegen den VCO Rhein Neckar. Ohne viele Worte und gegnerische Punkte holten wir uns ganz unspektakulär aber  unanfechtbar 3-Punkte und endlich mal wieder ein glattes 3:0!

 

Nach dem letzten Auftrieb und der scheinbaren Wiederkehr der Hinrunden-Anmut kam dann schließlich doch wieder eine Bauchlandung des etwas dicklichen, halb eleganten Schmetterlings dazwischen. Die Mannheimer, die uns in der Hinrunde schon einen Strich durch unsere Siegesserie gemacht hatten, wollten es uns auch diesmal nicht einfacher machen. Oder wir es uns selbst nicht, denn eigentlich war der Leistungsunterschied nicht besonders markant. Die Aufschläge waren gut bezwingbar, die Angriffe nur vereinzelt wirklich einschlagend. Trotzdem hat uns immer wieder die letzte Konsequenz gefehlt; zu wenig Durchsetzungskraft im Angriff, zu viele Unsicherheiten auf dem Feld und zu viele Eigenfehler. Dadurch war der gesamte Spielverlauf ein stetiges Auf und Ab, Hoch- und Tieflagen und ein dauernder Wechsel zwischen den Extremen, was sich dann auch entsprechend in den Punkteverhältnissen (aber so gar nicht in unseren eigentlichen Möglichkeiten) widergespiegelt hat. Enorme Flauten folgten auf klare Führungen und umgekehrt. Am Ende hat es so natürlich nicht gereicht und der Sieg ging damit wohlverdient nicht an uns.

Aber auch ein Pummelschmetterling rafft sich wieder auf! Weiter gehts am 12.03. mit unserem Heimspiel und wir wollen unbedingt die 6 Punkte! Sollen sie nur kommen!

 

VSG - 3:2 - Heidelberger TV 2 (25:18 25:16 18:25 13:25 15:6)

VSG - 3:0 - VC Olympia Rhein-Neckar (25:11 25:13 25:12)

VSG - 1:3 - ASC MA-Feudenheim (15:25 25:22 12:25 23:25)

Gegenteil-Tag! Beim vergangenen Spieltag war fast nichts da, wo es eigentlich hingehört. Alles fing schon mit Tag und Uhrzeit an, Sonntagmorgen um 11:00, die (erfahrungsgemäß) verfluchte statt einer vertretbaren Uhrzeit. Ab nach Kleinsteinbach zum letzten Spiel der Hinrunde und unserer ganz eigenen Version von “Freaky Friday”, in der wir die Positionen alle einmal ordentlich durchgeschüttelt und getauscht haben. Mitte auf Diagonal, Diagonal auf Mitte und Außen, Außen auf der Trainerbank, Trainer in einer anderen Halle. Trotz des wilden Durcheinanders lief es erstaunlich gut - nur nicht besonders lange. Im ersten Satz sind wir zuerst relativ schnell mit einer klaren Führung davon gezogen, der Positionen-Cocktail hat funktioniert. Hätte er auch bis zum Schluss, wenn wir nicht irgendwie so ganz grundlos eingebrochen wären. Plötzlich war der erste Satz extrem hart umkämpft und ging dann, ganz unverhältnismäßig zum Rest des Satzes, mit 27:29 an die Gegner. Leider sollte sich dieser erste Satz am Ende als der Entscheidende herausstellen. Denn der nächste Satz ging ziemlich deutlich mit 25:14 an uns. Nach dem dritten Satz hätte das Spiel dann auch schon vorbei sein können, denn auch den haben wir bei uns behalten, nur etwas weniger deutlich. Und dann wurde alles zu lasch. Unsaubere Annahme und Abwehr, wenig bis gar keine Durchsetzungskraft im Angriff und viele Eigenfehler haben wohl noch keinem beim Gewinnen geholfen und damit war dann auch der 5. Satz eingeläutet - und genauso schnell auf die gleiche Weise wie im 4. Satz schon wieder zu Ende.

Entsprechend dem Motto des ganzen Tages waren schlussendlich also auch die Punkte nicht da, wo sie eigentlich sein sollten, aber immerhin war noch einer drin. Vielleicht war es auch einfach an der Zeit zu zeigen, dass wir auch mal 5 Sätze spielen können. Wahrscheinlich aber eher nicht.

Auf dem zweiten Platz und nur einem klitzekleinen Pünktchen Rückstand geht es jetzt erstmal in die trotzdem wohlverdiente Winterpause und danach dann hoffentlich wieder mit mehr Punkten weiter!

Hässlich aber erfolgreich - schön waren die vergangenen zwei Spieltage ja nicht gerade, wenn auch nicht erfolglos. Aus drei Spielen haben wir immerhin 6 gute Punkte rausgeholt, nur war die gewohnte Anmut (wie man sie ja sonst von uns kennt) nicht so ganz zufriedenstellend.
Aber fangen wir von vorne an.
Alles fing an mit einem Spiel. Einem recht hässlichen Spiel. Das Spiel war so hässlich, dass es tief im Schatten der anderen Spiele stand und ein bisschen von ihnen gehänselt wurde. Was die anderen Spiele aber nicht wussten (und zwischenzeitlich auch die Spieler, die Trainer und die Zuschauer anzweifelten), war, dass aus dem hässlichen Entlein am Ende ein 3-Punkte-Schwan werden sollte. Zwar ein immer noch etwas hässlicher Schwan, aber immerhin ein Schwan. Das Ganze trug sich in Bühl zu und wer das Hinspiel verfolgt hat, hätte zurecht ein schnelles, sauberes 3:0 erwartet. Kurz gesagt: ist nicht passiert. In seiner ersten Phase blühte das Spiel noch auf und es sah aus, als würde es ein wunderschöner, ausgewachsener, vollendeter und angemessener Sieg werden, war dann hinten raus nach dem ersten Satz aber ziemlich holprig.
Völlig unnötige Unsicherheiten machten das Spiel in seinen unschönen und lieber ungenannten Details unerwartet knapp, irgendwie war der Sieg aber nichtsdestotrotz nie so richtig in Gefahr. Scheinbar können wir also auch mies ganz gut sein und so hatte das Spiel zwar ein wenig ansprechendes Äußeres, aber 3 Punkte sind 3 Punkte, also eine ziemlich gute Bilanz.

Der darauffolgende Heimspieltag war dann leider auch nur der ähnlich hässliche kleine Bruder seines Vorgängers. Die empfangenen und in der Hinrunde trotz knappem Ballverhältnis souverän besiegten Beiertheimer förderten unsere auf hohem Niveau ausgespielte Leistungsschitzophrenie ganz gut zu Tage und irgendwie wurde es gleich wieder wackelig. Der erste Satz ging etwas daneben, der zweite sah dann schon besser aus und ging dann leider etwas knapp (23:25) zu Ende, zeigte aber, dass wir dann doch reingekommen sind. Entsprechend holten wir uns dann schön symmetrisch (25:23) den dritten Satz. Am Ende war es dann aber doch einfach nicht so unser Tag und der vierte Satz ging zusammen mit der Aussicht auf Punkte aus diesem Spiel verloren. Aber durch die Herausforderung war es trotzdem ein schönes Spiel.
Weniger dann leider wieder das zweite Spiel des Tages gegen Bretten, was (lieber kurz gefasst) ein Echo des vorherigen Spieltags und damit die Version 2.0 von dem Spiel in Bühl war. Ähnliche Eleganz, gleicher Erfolgsfaktor, 3 willkommene Punkte, gute Bilanz.
Damit sind wir jetzt erstmal auf den dritten Platz in der Tabelle gerutscht, aber den beiden drüber ziemlich dicht auf den Fersen. Alles in allem also kein schlechter Start in die Rückrunde - und schöner kann es nur werden!
VSG - 3:1 - TV Bühl
VSG - 1:3 - SV-KA Beiertheim 3
VSG - 3:1 - TV Bretten

Schon drei neue Kapitel sind in die Annalen der VSG-D2 eingegangen, nur leider nicht alle ganz so heldenhaft wie bisher.

Fast schon unspektakulär und ohne viele Worte verlief die fünfte Runde der Saison in Wiesloch. Alles passte - Aufschläge, Annahme, Zuspiel, Angriff – was uns zwei erste, schnelle, relativ reibungslose Sätze (25:14, 25:15) bescherte. Der dritte Satz war dann nicht mehr ganz so eindeutig, als auf der anderen Seite umgestellt wurde und ein paar ziemlich ordentliche, gut platzierte Angriffe uns ein wenig ins Schwanken brachten. Was tut man nicht alles der Spannung wegen. Aber immer noch alles kein Problem, ein vierter Satz stand nie zur Debatte und damit holten wir uns auch den dritten und damit letzten Satz mit einem etwas knapperen, aber trotzdem unzweifelhaften 25:22. Ein sauberes 3:0 und dazu passende 3 Punkte für die Tabellenspitze.

So gut wie identisch, nur eine ordentliche Schippe souveräner, verlief das erste Spiel beim Heimspieltag gegen den Ladenburger SV. Zwar brauchten wir am Anfang der Sätze immer zuerst einen kleinen Schubser, nach den ersten paar Punkten zogen wir aber immer davon. Damit hatten wir viel Spielraum für einige Wechsel und auch für die nötigen Kraftreserven für das darauffolgende Spiel gegen unsere unmittelbaren Verfolger in der Tabelle. Das nächste 3:0 war ziemlich schnell und frei von allen Zweifeln in der Tasche (25:15, 25:16, 25:12).

Dann kam die Wende.
Wahre Helden brauchen auch ab und an mal eine Niederlage, um sich auch als Helden profilieren und beweisen zu können. Im zweiten Spiel war es wohl Zeit für unsere (erste und voraussichtlich letzte) Niederlage und Feuerprobe.

Die Gegner vom ASC Mannheim-Feudenheim waren aus einem ganz anderen Holz geschnitzt, als unsere bisherigen Gegner. Auf einmal kam von der anderen Seite ganz schön viel zurück und da ist uns vor lauter Überraschung doch glatt der aus unseren vorherigen Heldensagen bekannte Bienenstachel abgefallen. Dementsprechend haben wir uns in den ersten beiden Sätzen vom soliden Spiel der Gegner einfach überrollen lassen und kombinierten das Ganze mit einer ordentlichen Palette an Eigenfehlern. Nach den ersten beiden Sätzen erwachte - zwar etwas spät, aber besser als nie - unser alter Kampfgeist (oder auch der innere Pummelschmetterling-Bienen-Hybride) und wir bäumten uns zu einem Rückschlag auf; kampflos sollte das ja nicht zu Ende gehen. Den dritten Satz konnten wir uns also mit einer Konstellation aus guter Stimmung und angriffslustiger Durchsetzungskraft holen und zeigen, wer wir sind - nämlich mehr als nur die Pfeifen aus den ersten beiden Sätzen. Den Schwung haben wir zwar in den vierten Satz mitgenommen, aber das Trauma vom Anfang des Spiels saß wohl noch zu tief und damit war der Kampf mit 1:3 (17:25, 16:25, 25:20, 20:25) leider zu Ende. Nichtsdestotrotz war es ein Spiel, das wirklich Spaß gemacht hat; Widerstand, eine Herausforderung, ein Kampf. Auch wenn der ungeplante Verlust der drei Punkte etwas herb ist. Zu ärgerlich, aber hey: die Rückrunde kommt! Und unser Stachel wächst nach!