Login

 

Schweb wie ein Schmetterling – stich wie eine Biene!

Also ganz federleicht und schmetterlingsgleich war der Auftakt beim letzten Spieltag eigentlich erstmal leider so gar nicht. Nach Bretten sollte es am Sonntag gehen, 11:00 Uhr morgens, viertes Spiel der Saison. Schon bevor es überhaupt richtig losgehen konnte, hatte sich unsere Anzahl schon um zwei reduziert, nachdem Kate und Selin und dann auch noch die Trikots mit ganz viel Pech kurzfristig ausfallen mussten. Jede Menge Pannen also schon vor Spielbeginn, aber wen wunderts bei der unchristlichen Uhrzeit! Der Start war also nicht ganz so graziös, sollte aber noch werden.

Denn trotz aller böser Omen und zusätzlichem mentalen Training durch eine ganz ausgefuchste, vom Meistertrainer natürlich vorsätzlich in Schwerstarbeit ausgeklügelte neuartige Aufstellung (die Uhrzeit… der Sonntag…) verlief der erste Satz so gut wie reibungslos und wir sind leistungsmäßig und im Angesicht des Gegners anmutig geschwebt wie ein Schmetterling – zwar ein etwas pummliger vielleicht (mal höher, mal mit ein wenig mehr Tieflage und Schlagseite), aber immer außer Reichweite! Ohne größere Probleme tänzelten wir durch die erste Runde. Aufschläge, Aufschläge und noch mehr Aufschläge, mit denen die Brettener nichts so wirklich anfangen konnten. Dazu dann noch die solide Annahme, passende Pässe und versenkte Bälle im Angriff. 25:14 – 1:0

Runde eins bot jetzt demnach noch nicht unbedingt die größte Auslastung. Also musste was ähnlich Neues her und wir probierten es im zweiten Satz mal mit ein bisschen „Rumble in the Jungle“. Durch eine großartige Aufschlagserie von Nessy, die so noch ewig hätte weitergehen können, sind wir in die Seile gegangen und haben einen riesigen Abstand zwischen uns und den Gegner gebracht und ihn dann erstmal kommen lassen, Schritt für Schritt mit immer wieder kleiner und größer werdendem Abstand; also Austeilen, Ausweichen und ab und zu mal Einstecken, aber immer mit der nötigen Distanz. Bis der Gegner keine Lust mehr hatte.

Denn bei unserem ganzen Schmetterling-Biene-Getänzel im zweiten Satz ging auf der anderen Seite neben der Unlust am Ende auch einfach die Puste aus und dann kam nicht mehr viel – bis auf den deutlichen, finalen Knockout! Der Stich der Biene! Mit dem Konter der letzten Runde, dem dritten Satz, ging der Gegner mit 25:13 zu Boden und das Ergebnis war besiegelt, der Kampf beendet und ein neues Kapitel in der Geschichte der Damen 2 geschrieben.

3:0 – Drei Punkte – Tabellenführer. So geht’s weiter! Der nächste Showdown findet am 19.11. in Wiesloch statt. Danach findet ihr uns wieder zuhause – und zwar am 27.11. in der Albgauhalle. Schaut rein!

Nicht weniger vielversprechend als im ersten Spiel ging es am Heimspieltag bei uns weiter. Gegen unseren ersten Gegner aus Bühl konnten wir souverän abliefern. Die Aufschläge saßen, die Annahme war gut und die Angriffe schlugen ein, wie sie sollten (meistens zumindest). Damit hatten wir viel Spielraum für einige Wechsel und die Festigung unseres Zusammenspiels. Die kurzen drei Sätzen gingen damit deutlich an uns (25:16 25:18 25:12). Drei Punkte aufs Konto!>

Die Mannschaft aus Heidelberg war allerdings eine etwas härtere Nuss. Obwohl wir auch hier leistungstechnisch eigentlich in nichts nachstanden, haperte es dann doch stellenweise zu lange an der Konzentration und der Durchsetzungskraft. Wir konnten uns mit einigen Angriffen und auch bei längeren Ballwechseln gut durchsetzen, steckten aber durch kleinere, aber gehäufte Unsicherheiten unnötig viel ein. Die ersten beiden Sätze gingen dabei relativ sicher an uns (25:17, 25:21), die Flauten zwischendurch und das unnötige Hinterherhinken kostete uns dann aber den dritten Satz. Da drei Punkte nun mal mehr sind als zwei, war ein fünfter Satz eigentlich keine Option, also hieß es im vierten Satz „Nicht mit uns!“. Bis zur Mitte des Satzes zogen wir noch gleichwertig mit, dann aber meilenweit ab! Mit einer wirklich langen Aufschlagserie von Julia hatten wir schnell einen Vorsprung vorgelegt, der nicht mehr einzuholen war und der vierte und damit letzte Satz ging mit 25:16 wieder an uns.

Gerade erscheint unser anfänglich hochgestecktes Aufstiegsziel vielleicht doch gar nicht mehr ganz so doll hochgegriffen. Zumindest läuft es bisher ganz gut. Nachdem die Leistung zwar gut, aber immer noch nicht so ganz überragend war, ist wohl auf jeden Fall noch Luft nach oben. Momentan sieht es gut aus und mit den glatten 9 Punkten haben wir uns an der Tabellenspitze niedergelassen. Hier ist es ganz bequem, hier bleiben wir also erstmal!

Bei unserem ersten Spiel in der noch frischen Saison konnten wir gleich mal unserem Aufstiegsziel gerecht werden und sofort mit 3 Punkten einen Schritt in die richtige Richtung gehen. Man kann zwar nicht behaupten, dass es ganz reibungslos verlief, aber wir sind eine neue Mischung und finden uns noch.

Der Verlauf der ersten beiden Sätze sah schon verdächtig nach einem für uns im ersten Spiel eigentlich doch eher untypischen 3:0­-Sieg aus, denn wir spielten trotz kleinerer Ausrutscher unser Spiel und behielten die Zügel in der Hand. Damit ging der erste Satz mit 25:19 und der zweite etwas weniger deutlich, aber trotzdem verdient, mit 25:22 an uns. Für unsere Nerven war das Ganze dann wohl doch zu verdächtig – wir knickten ein. Durch Annahmeflauten und zu wenig Durchsetzungskraft im Angriff hinkten wir immer einen Schritt hinterher und mussten uns mit einem 24:26 von unserer 3:0-Schwärmerei verabschieden. Ähnlich spannend, knapp und unnötig wackelig ging es auch in den vierten Satz, der sich bis zu einem 28:26 hochschaukelte, dann aber schlussendlich doch an uns ging und damit die 3 Punkte sicherte. Alles in allem also eine passable Bilanz für den Einstieg.