Heimsiege für die H1

Veröffentlicht von Richard Combé am

VSG Ettlingen Rüppurr 3:2 SG HTV/USC Heidelberg 2 
(25:20 | 14:25 | 20:25| 25:23| 15:12)

VSG Ettlingen Rüppurr 3:0 TSG HD-Rohrbach 2 
(26:24 | 25:23 | 25:19)

Wer nur wegen dem Spielbericht hier ist, bitte bis zum (*) runterscrollen!

Hurra, hurra, der Berichteschreiber der H1 ist wieder da!!!
Mit über dem Kopf zusammengeschlagenen Händen musste dieser feststellen, dass in der vergangenen Saison 0, in Worten „null“ (auf griechisch: μηδέν) Berichte der Herren 1 auf der hauseigenen Webseite veröffentlicht wurden. Das entspricht einem Bericht-Spiel-Verhältnis von sagenhaften 0 Prozent. Da ist man einmal nur kurz auf Weltreise und der ganze hart erarbeitete „social media fame“ wird in die Tonne gekloppt.
Aber keine Sorge liebe Leserinnen und Leser: ER IST WIEDER DA!
Wie der Phönix aus der Asche, wie Jesus am dritten Tage, wie Gandalf als Gandalf der Weiße ist der sprachbegabte, eloquente, charismatische, stilsichere, extrem gutaussehende und allen voran bescheidene Wortakrobat der Herren 1 von den Toten (bzw. Australien) zurückgekehrt und motiviert wie nie zuvor.
Aber jetzt genug der volleyballfernen „Dichter & Denker“ Kunst und hin zum lyrischen Wunder über den Ballsport unserer H1.

(*)
Unsere Geschichte beginnt an einem leicht verregneten Sonntagmorgen, an dem die verschlafenen Soldaten der H1 nach und nach auf dem Schlachtfeld in Ettlingen eintrudelten.
Es war Heimspieltag. Der Krieg in der Verbandsliga Nordbaden hatte offiziell begonnen und die ersten zwei Gemetzel der Saison 20/21 standen auf dem Programm. Der Tyrann himself Toni „Todeskrass“ Bonelli hatte fast die ganze Garnison mobilisiert, die gespannt und abenteuerlustig um Punkt 11 Uhr auf die ersten Kontrahenten warteten.

Und so sollte es geschehen: Aus dem Nebel des Krieges tauchten die ersten Umrisse der Berserker der SG HTV/USC Heidelberg 2 auf. Mutig warfen sich die Kämpfer der H1 in den ersten Satz und vieles funktionierte auf Anhieb gut. In einem guten Mix aus Angriff, Abwehr, in Deckung gehen und wieder draufhauen konnten sie sich den ersten kleinen Sieg sichern.
Aber die Heidelberger schlugen mit allen Mitteln zurück. Großgewachsen und bis an die Zähne bewaffnet wurde im Block und Angriff seitens der Heidelberger groß aufgefahren, was zu erheblichen Problemen führen sollte. Auch diverse Verstärkungen anderer Soldaten auf der Seite der VSG konnten den Ausgang dieses Satzes nicht mehr verhindern und somit ging dieser sehr deutlich an die Gastarmee.
Die H1 kämpfte weiter, aber auch im dritten Satz wurden zu viele Fehler gemacht, was den Tyrannen tendenziell wenig freute und damit ist eher „Weißglut, Verzweiflung und Nervenzusammenbruch“ gemeint.
So mussten sich die Kämpfer der H1 zurückziehen, sammeln und wieder auf ihre Stärken besinnen. Mit dem Rücken zur Wand (und Rückstand im 4. Satz) konnten die H1 das Ruder mit guter Annahme, stabilem Zuspiel, klugen Angriffen und allem voran unbändigem Willen wieder herumreißen.
Im finalen letzten Gefecht funktionierte vieles sehr gut und Mut sowie Kampfgeist führte das Team am Ende zum Sieg in der ersten Schlacht der Saison.

Nach nicht allzu langer Pause für die Recken der H1, wartete schon der nächste Heidelberger Gegner: Die TSG HD-Rohrbach 2
Im Pokal erlitten die VSGler eine herbe Niederlage gegen die gut aufgestellten Rohrbacher Truppen. Das sollte an diesem Tag anders laufen, aber ein Selbstläufer war es sicherlich nicht.
In den ersten beiden Sätzen erlebte die tobende Zuschauermenge (2 Orga-Helfer und 1 Hausmeister) eine regelrechte Schlacht auf Augenhöhe.
Mit 12 Kämpferwechseln und 4 Auszeiten in zwei Sätzen (allein auf der VSG Seite), sowie einer klaren taktischen Marschroute nutzte der aufbrausende aber gerissene Tyrann alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel, um seine Soldaten zum Sieg zu führen.
Im dritten und letzten Satz konnte dann endlich eine angenehmere Führung erarbeitet und verwaltet werden, die den Gesamtsieg in dieser Schlacht perfekt machte.

Für den ersten Tag der Saison können die Elite-Truppen der H1 auf jeden Fall zufrieden sein und sich ihr Siegesmahl schmecken lassen.
Allerdings gilt wie immer: Die Schlacht mag vielleicht gewonnen sein, aber der Krieg ist noch lange nicht vorbei.

Für die VSG spielten:
Zuspiel: Daniel, Richi
Diagonal: Patrick, Julian
Mitte: Markus, Flo, Alex
Außen: Timo, Holger, Chris
Libero: Leo, Jörg
Trainer: Toni